Ihre Fragen an den Pflanzendoktor

Wann muss ich meine Hydrokulturpflanze gießen?
Hydrokultur hat mit ihrem Wasserstandsanzeiger die optimale Gießhilfe. Sie gießen das Wasser einfach über den Blähton, bis der Wasserstandsanzeiger die Marke 'Optimum' erreicht.

Dann brauchen Sie erst wieder zu gießen, wenn der Pegel des Wasserstandsanzeigers auf 'Minimum' bzw. Null angekommen ist. Die Markierung 'Maximum' ist nur für Ausnahmefälle gedacht, z. B. einen längeren Urlaub. Denn mit zuviel Wasser werden die Vorteile der Hydrokultur zunichte gemacht.

Ein großer Vorteil der Hydrokultur ist nämlich die Luft, die über das grobkörnige Substrat an die Wurzel gelangt. Wo aber Wasser ist, da kann keine Luft sein. Man glaubt es kaum, aber die meisten Pflanzen, die kränkeln oder eingehen, sind übergossen worden, das heißt, im wahrsten Sinne des Wortes ertrunken.

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Welcher Standort ist für meine Pflanze richtig?

Pflanzen brauchen zum Wachstum Licht, Luft, Wärme, Wasser und Nährstoffe. Wasser und Nährstoffe können Sie Ihren Pflanzen zuführen. Ihr Wärmebedarf hängt von ihrer Herkunft ab: Unsere tropischen Grünpflanzen fühlen sich grundsätzlich dort wohl, wo wir Menschen uns auch wohlfühlen: Bei Temperaturen um die 20°C.

Was die Luft angeht: Vermeiden Sie starke Zugluft. Ein noch größeres Problem ist trockene Luft – z.B. im Winter von der Heizung -, die bei bestimmten Pflanzen wie z.B. Codiaeum zu Schäden führen kann. Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie dem Faktor Licht schenken. Wir haben heute ein sehr breites Pflanzensortiment, mit dem man von sehr hellen bis zu recht schattigen Standorten fast immer die passende Pflanze finden kann. Fragen Sie hier am besten gezielt nach. Standorte mit zu wenig oder ohne Tageslicht kommen nur mit einer Zusatzbeleuchtung in Frage.


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Auf dem Blähton zeigt sich ein weißer Belag - was ist das?

Kein Grund zur Sorge: Dies sind Spuren der Nährsalze, die mit dem Wasser durch den Blähton nach oben steigen. Das Wasser verdunstet, wenn es die oberste Schicht erreicht hat. Die Salze bleiben zurück und lagern sich ab, bis sie schließlich so zahlreich sind, dass sie sichtbar werden. Dort an der Oberfläche schaden die Salze der Pflanze nicht. Sie können die betreffenden Blähton-Kügelchen mit Wasser reinigen und zurücklegen, oder auch liegen lassen. Der weiße Belag ist kein Schimmel, wie vielfach geglaubt wird, sondern vielmehr Beweis für die Kapillarität (Wasserleitkraft) des Blähtons.

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Wie oft muss ich meine Hydrokulturpflanze düngen?

Es gibt zwei Möglichkeiten, Ihre Pflanzen zu düngen. Entweder alle drei - vier Monate mit Lewatit HD 50 als Langzeitdünger, oder mit Hydrokultur Flüssigdünger "Grenosan" bei jedem oder jedem zweiten Gießen, je nach Anweisung.

Bei Lewatit HD 50 sind die Nährsalze an Harzkügelchen gebunden; sie werden über Ionenaustausch ins Wasser freigegeben. Eine Nährstoffgabe reicht für die Dauer von drei bis vier Monaten und sollte immer in das Wasser gelangen. Bei Tischgefäßen kann man die Pflanze in der Regel mit dem Kulturtopf hochheben und das Lewatit ins Gefäß geben. Bei Großgefäßen gibt es sogenannte Düngeschächte, über die man den Nährstoff ins Wasser einbringen kann.

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Kann man Zierpflanzen in Erde auf Hydrokultur umstellen?

Grundsätzlich ja, aber es ist nicht immer dazu zu raten, denn es ist schwierig. Die Pflanze ist während der Umstellungsphase einem ganz besonderen Stress ausgesetzt.

Zuerst müssen die Pflanzenwurzeln restlos von Erde befreit werden. Schon der kleinste Rest kann als organischer Fäulnisherd wirken und die Nährlösung vergiften. Beim gründlichen Abspülen werden meistens die feinen Haarwurzeln mit abgerissen. Die Pflanze muß dann, wenn sie in Blähton steht, neue Hydrowurzeln bilden. Bis sie das getan hat, kann sie sich nur sehr schlecht versorgen. Darum sollte sie in der Zeit vor allzu starker Verdunstung geschützt werden, z.B. durch ein Folienzelt.

Da ein Haushalt in der Regel nicht die gleichen Möglichkeiten bietet wie eine Gärtnerei, kann so eine Umstellung zu Problemen führen, d.h. zu einer Qualitätsminderung der Pflanze oder evtl. sogar zum Absterben. Grundsätzlich gilt: Junge Pflanzen lassen sich wesentlich einfacher und schneller umstellen als ältere. Und: Je verdichteter das Wurzelwerk bereits ist, desto schwieriger wird es.

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Kann ich Pflanzen direkt in Blähton vermehren?
Ja, in fast allen Hydrokultur-Gärtnereien werden heute Stecklinge direkt in Blähton oder anorganischem Stecksubstrat gesetzt. Die Pflanzen wurzeln darin sehr gut. Wenn Sie es selbst versuchen wollen: Verwenden Sie dazu Blähton der kleinsten Körnung (2-4 mm) topfen (nicht stecken) Sie den Steckling, um ihn nicht zu beschädigen.

Wer Pflanzen aussäen möchte: Über die Blähtonschicht (wiederum Körnung 2-4 mm) eine dünne Schicht Sand streuen und in diese dann den Samen einsäen. Dadurch kann der Samen, bis er gekeimt ist, nicht durch das Gießen zu tief in den Blähton eingespült werden und evtl. nicht mehr keimen.

Die Jungpflanzen wünschen ausreichend Licht, aber auf keinen Fall direkte Sonneneinstrahlung. Während der Bewurzelungsphase sollte die Temperatur zwischen 20° und 24° C liegen.

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Welche Pflanzen eignen sich für Hydrokultur?

Grundsätzlich eignen sich alle Pflanzen für Hydrokultur. In der Regel werden aber hauptsächlich Grünpflanzen in Hydrokultur angeboten, weil sie eine besonders lange Haltbarkeit haben, was dem System der Hydrokultur entspricht. Es ist durchaus möglich, auch sämtliche blühenden Pflanzen in Hydrokultur zu ziehen, doch hat es aufgrund der höheren Kosten und der kürzeren Haltbarkeit dieser Pflanzen oft wenig Sinn.

Wussten Sie übrigens, dass heute die meisten auf dem Markt erhältlichen Tomaten und Gurken in Hydrokultur wachsen?

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Wie kann ich Schädlinge erkennen und bekämpfen?
Das Definieren von Schädlingen oder Krankheiten ist aus der Ferne leider schwierig, zumal die Pflanzen auf unterschiedliche Schadensursachen oft mit gleichen Symptomen reagieren. Trotzdem helfen wir Ihnen gern bei diesem Thema!

Schicken Sie uns bitte eine e-Mail mit der genauen Beschreibung und - wenn möglich - ein Foto des Schadens bzw. der Schädlinge und wir werden Sie beraten. Zur Bekämpfung vieler Schädlinge gibt es in der Hydrokultur heute die Möglichkeit, Nützlinge einzusetzen, oder aber systemische Mittel über das Wasser wirken zu lassen.

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Welche Gefäße eignen sich für Hydrokultur?
Grundsätzlich können Sie alle Gefäße verwenden, die langfristig wasserdicht bleiben. Diese Forderungen erfüllen in der Regel Gefäße, die lebensmittelecht und säurefest sind.

Die Pflanzen, die Sie in Hydrokultur kaufen können, wachsen in genormten Kulturtöpfen. Der kleinste ist der Gittertopf "5 LH", die weiteren Größen sind 9/7, 11/09, 13/12, 18/12, 15/19, 18/19, 22/19, 28/19, 32/19 und 32/28 cm (die erste Zahl bezeichnet immer den Durchmesser, die zweite die Höhe des Topfes). Größere Töpfe sind nicht mehr genormt. Es ist also von Vorteil, wenn die Gefäße auf die Kulturtöpfe abgestimmt sind. Kaufen Sie Ihre Gefäße beim Hydrokulturfachmann, so ist dies der Fall.

Es ist aber auch möglich, Hydrokulturen z.B. in Terracotta-Vasen zu topfen, in dem man in die Vase einen wasserdichten Kunststoffeinsatz der richtigen Größe einbringt. Wichtig: Achten Sie darauf, dass Sie immer den passenden Wasserstandsanzeiger zur entsprechenden Gefäßhöhe einsetzen.

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